20. März 2014

Deutschland startet fast sommerlich in den Frühling

Offenbach (dpa) - Der Frühling hat in Deutschland einen Bilderbuchstart hingelegt. Das Hoch «Johannes» trieb die Temperaturen am Donnerstag bei Südwind und strahlendem Sonnenschein auf fast sommerliche Höhe. Am wärmsten war es im Westen und Südwesten.

Dresden
Blauer Himmel und Sonnenschein zeichnen sich pünktlich zum Frühlingsbeginn im Park am Zwinger in Dresden ab. Foto: Arno Burgi
dpa
> zur Bildergalerie
Schattenspiele
Schattenspiele: Passanten sitzen in Hamburg auf den Stufen an der Binnenalster in der strahlenden Sonne. Foto: Axel Heimken
dpa
> zur Bildergalerie
Früher Spargel in Brandenburg
Die milde Witterung hat den Erntestart des Spargels beschleunigt. Offiziell wird die Saison erst am 15. April eröffnet. Foto: Ralf Hirschberger
dpa
> zur Bildergalerie
Morgenpause am Ammersee
Ein Mann genießt in Utting am Ammersee das Ende des Winters. Foto: Nicolas Armer
dpa
> zur Bildergalerie
Frühlingsanfang
Für Astronomen beginnt der Frühling, wenn die Sonne im Zenit über dem Äquator steht und Tag und Nacht gleich lang sind, in diesem Jahr am 20. März. Foto: Caroline Seidel
dpa
> zur Bildergalerie

Am Nachmittag registrierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) 24,1 Grad in Sachsenheim nördlich von Stuttgart - ein neuer Tagesrekord für Baden-Württemberg. Zuvor lag die Rekordmarke für das Bundesland an einem 20. März laut DWD bei 22,1 Grad, gemessen im Jahr 1974 in Konstanz.

In Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz und Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen wurden 23,7 Grad gemessen. Bei Temperaturen über 25 Grad sprechen die Meteorologen von einem Sommertag. Der Märzrekord liegt bei 26,6 Grad, gemessen am 28. März 1989 in Baden-Baden.

Exakt um 17.57 Uhr begann am Donnerstag der astronomische Frühling. Die Sonne stand zu dieser Zeit genau im Zenit über dem Äquator, Tag und Nacht sind damit gleich lang. Die Meteorologen rechnen in ganzen Monaten, deshalb hat der meteorologische Frühling schon am 1. März begonnen.

Bayern erlebte den wärmsten Frühlingsanfang seit 40 Jahren. In München wurden 22 Grad gemessen. Wärmer war es dort nur am 20. März 1974 mit 23,3 Grad. Am Freitag sei sogar noch eine Steigerung möglich, erklärten die DWD-Meteorologen.

Aber das Super-Wetter bleibt nicht lange. Dem Hoch «Johannes» geht schnell die Luft aus, Tief «Hannelore» soll in den nächsten Tagen das Wetter in großen Teilen Europas bestimmen. Ab Freitag werde kühle Atlantikluft mit Regenwolken nach Deutschland fließen, sagte der DWD voraus. Am Samstag werden nirgends mehr 20 Grad erreicht, vor allem an der See und im Bergland ist es windig bis stürmisch. Stellenweise muss nachts wieder mit leichtem Frost gerechnet werden.

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige