24. Juni 2014

FBI rettet in landesweiter Aktion 168 Kinder aus Zwangsprostitution

Atlanta (dpa) - Bei einer US-weiten Razzia gegen Kinderprostitution hat die Bundespolizei FBI 168 Kinder und Jugendliche aus dem Griff von Zuhältern und Menschenhändlern befreit. 281 Beschuldigte wurden verhaftet.

FBI-Einsatz
In mehr als 100 Städten ging das FBI gegen Zuhälter vor. Foto: Matt Campbell/Archiv
dpa

Die Aktion sei bereits in der vergangenen Woche durchgeführt worden und in mehr als 100 Städten erfolgt, darunter Atlanta, Chicago, Denver und Los Angeles, teilte die Behörde mit.

Mit landesweiten Operationen wie dieser wolle man das «abscheuliche Verbrechen» an amerikanischen Kindern bekämpfen, sagte der FBI-Direktor James Comey laut Mitteilung. «Dies sind keine Kinder, die an weit entfernten Orten leben. Dies sind unsere Kinder, auf unseren Straßen, unseren LKW-Halteplätzen, unseren Motels und Kasinos», sagte Comey.

«Diese Kinderhändler schaffen einen Alptraum für ihre jugendlichen Opfer», sagte Leslie R. Caldwell, stellvertretender Generalanwalt der Strafabteilung im US-Justizministerium. «Sie nutzen Angst und Zwang und behandeln die Kinder wie Sex-Ware, die immer und immer wieder verkauft wird.»

Die «Operation Cross Country» ist die jüngste einer im Jahr 2003 begonnenen FBI-Spezialermittlung mit Partnerorganisationen zum Kampf gegen das wachsende Problem der Kinderprostitution. Bislang wurden dabei nach FBI-Angaben rund 3600 Minderjährige befreit. Rund 1450 Täter wurden verurteilt, 14 von ihnen zu lebenslanger Haft.

Mitteilung des FBI

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