23. Juni 2014

Forschungsrakete schlägt in Kinderzimmer ein

Leiferde (dpa) - Eine Experimentalrakete der Technischen Universität Braunschweig ist in das Kinderzimmer eines Wohnhauses gekracht. Verletzt wurde niemand. Die Bewohner, eine 38 Jahre alte Mutter und zwei Kinder, waren zum Zeitpunkt des Unglücks nicht daheim.

Experimentalrakete
Startvorbereitungen einer Experimentalrakete einer studentischen Initiative in Braunschweig: Eine baugleiche Rakete hat das Dach eines Wohnhauses durchschlagen und war dann in ein Kinderzimmer gekracht. Foto: ERIG/dpa
dpa

Die Rakete habe am Sonntagnachmittag das Dach und Wände durchschlagen. Vermutlich handele es sich um eine Rakete einer studentischen Arbeitsgemeinschaft, sagte die Sprecherin der Hochschule, Elisabeth Hoffmann. Demnach war das Leichtbaugeschoss 1,60 Meter hoch und rund acht Kilogramm schwer. Diese mit Fallschirmen gesicherten Raketen erreichten eine Höhe von etwa 1000 Metern und gingen in einem Radius von 800 Metern nieder.

Hoffmann zufolge werden die Raketen auf einem von Wald und Wiesen umgebenen Modellflugplatz nahe Hillerse im niedersächsischen Landkreis Gifhorn gestartet. Das ist weniger als zwei Kilometer vom Absturzort, der Gemeinde Leiferde, entfernt.

Der Unfall werde analysiert, sagte die Sprecherin. Die Sicherheitsvorkehrungen müssten angepasst werden. Die Raketenversuche müssten behördlich genehmigt werden. Die Hochschule betonte, dass die Arbeitsgemeinschaft seit 15 Jahren Raketen teste. Laut Polizei stand die Schadenshöhe zunächst nicht fest.

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