21. September 2014

Grippe-Experte: Niedrige Impfraten sind Aufklärungsproblem

Münster (dpa) - Die niedrigen Grippe-Impfraten in Deutschland sind für den Virologen Stephan Ludwig ein Erziehungs- und Aufklärungsproblem.

Stephan Ludwig
Stephan Ludwig ist Grippe-Experte an der Universität Münster. Foto: WWU Münster/Peter Wattendorff
dpa

«Die Grippeimpfung ist effektiv, sicher und immer noch die beste Möglichkeit, sich vor einer Grippeinfektion zu schützen», sagte Ludwig der Nachrichtenagentur dpa. Dass sich anders als beispielsweise in den Niederlanden nur 40 bis 45 Prozent der Deutschen gegen das Virus impfen lassen, liege vielmehr an der unterschiedlichen Sozialisierung.

«Auch gibt es klare Unterschiede zwischen Ost und West in Deutschland. Selbst in Berlin lässt sich dieser Unterschied am ehemaligen Mauerverlauf erkennen.» Die Ostdeutschen lassen sich weit häufiger impfen. Dies wird mit der Impfpflicht in der DDR erklärt.

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