20. September 2014

Heftige Schauer lösen Erdrutsche aus und überfluten Keller

Berlin (dpa) - Heftige Regenschauer haben in mehreren Teilen Deutschlands die Feuerwehren in Atem gehalten und an einigen Orten Schlammlawinen ausgelöst. Für die Nacht zum Sonntag war vielerorts mit weiteren Schauern und vereinzelt schweren Gewittern zu rechnen.

Wassermassen
Wasser sprudelt in Zwickau aus einem Gullydeckel nach starken Regenfällen empor. Das Regenwasser floss sturzbachartig in tiefer gelegene Teile der Stadt. Foto: Jens Uhlig
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Rutschpartie
Der Verkehr war durch die Regenfälle stark beeinträchtigt. Foto: Jens Uhlig
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Starke Regenfälle
Sturzbachartig schießt das Wasser aus den Gullydeckeln empor. Foto: Jens Uhlig
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Unter Wasser stehende Straße
Zahlreiche Straßen wurden überflutet. Foto: Jens Uhlig
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Überflutet
Unter Wasser stehende Bahngleise sind in Zwickau nach starken Regenfällen zu sehen. Foto: Jens Uhlig
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In Sachsen zogen am Samstag schwere Gewitter über den Kreis Zwickau hinweg. Wegen der starken Niederschläge waren in Zwickau zahlreiche Straßenkreuzungen überspült, wie ein Polizeisprecher sagte. Mehrere Autofahrer blieben in den Wassermassen stecken. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

In Thüringen gab es mehrfach Überschwemmungen. Eine Schlammlawine ging etwa auf die Bundesstraße 85 nahe Rudolstadt nieder. Nahe Blankenhain entzündete ein Blitzeinschlag 600 auf einer Wiese gestapelte Strohballen. Ein Blitzeinschlag in ein Stellwerk der Bahn in Neudietendorf bei Gotha beeinträchtigte den Regional- und Fernverkehr. Betroffen waren etwa zahlreiche Reisende am Erfurter Hauptbahnhof. Bereits am Freitagabend hatten starke Niederschläge im Raum Erfurt und rund um Gera für Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen gesorgt. Viele Keller liefen mit Wasser voll.

In Rheinland-Pfalz ergoss sich durch halb Nickenich bei Koblenz am Samstag in mehrere Vorgärten und Garagen eine Schlammlawine. Nach ersten Erkenntnissen wurden aber nur zwei Häuser stärker in Mitleidenschaft gezogen. Auch in Waldgrehweiler bei Rockenhausen suchte Schlamm viele Einwohner heim. Die Bundesstraße 416 bei Löf wurde ebenfalls von Schlamm überflutet. Die neben der Straße verlaufende Bahnstrecke musste gesperrt werden. Der Zugverkehr war zwischen Hatzenport und Kobern-Gondorf vorübergehend unterbrochen, betroffen war nach Angaben der Bahn vor allem der Regionalverkehr.

Auch in Hessen wurden nach Regen und Hagel Straßen blockiert. Vor allem in Nord- und Osthessen kam es zu Unwettern. Im Kreis Waldeck-Frankenberg habe die Bundesstraße 236 bei Battenberg für rund eineinhalb Stunden unter Wasser gestanden. Auch eine vollgelaufene Unterführung der Bundesstraße 8 bei Frankfurt-Unterliederbach blockierte den Verkehr. Betroffen vom Stau waren auch die A66 sowie die Anfahrtswege zu einem Einkaufszentrum.

Auch in Sachsen-Anhalt gingen am Freitag und in der Nacht zum Samstag starke Regenfälle nieder, die örtlich Schlammlawinen bewirkten. Spitzenreiter sei eine Messstation im Südharz gewesen.

Viele Feuerwehreinsätze gab es auch im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen: In der Nacht zum Samstag und am Vormittag gab es stellenweise Gewitter und kräftige Schauer. In Dortmund rückte die Feuerwehr wegen Blitzeinschlägen und überfluteter Kellern aus, in Ostwestfalen-Lippe wurden Bäume entwurzelt.

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