11. April 2014

Massenhysterie könnte Grund für abgebrochene Abi-Feier sein

Hamburg (dpa) - War es eine Massenhysterie unter Schülern? Die Abi-Party an einem Gymnasium in Hamburg hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Nachdem dutzende Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahren über Vergiftungserscheinungen geklagt hatten, brachte die Feuerwehr die Schüler in Krankenhäuser.

Krankenhaus in Hamburg
Notaufnahme einer Hamburger Klinik. Foto: Marcus Brandt/Symbol
dpa

Doch dort gaben die Mediziner Entwarnung. «Die Untersuchungen auf Drogen und Alkohol waren negativ. Einige Schüler wiesen Symptome wie vergrößerte Pupillen auf, was auch auf Aufregung zurückzuführen sein könnte», sagte Franz Jürgen Schell von den Asklepios-Kliniken am Freitag. «Im Raum steht deshalb eine kollektive Massenhysterie.»

Auch im Universitätsklinikum Eppendorf wurde bei den dort untersuchten Schülern kein Alkohol nachgewiesen - eine Ärztin vermutete laut einem NDR-Bericht ebenfalls eine Hysterie. Sie sei möglicherweise durch eine Durchsage der Schulleitung ausgelöst worden, in der es hieß, dass die Feier abgebrochen werde, weil Drogen und Alkohol gefunden worden seien.

Zahlreiche Schüler hatten über Übelkeit und Bauchschmerzen geklagt, 32 von ihnen wurden daraufhin in Krankenhäuser gebracht. Zunächst hieß es, dass die Kinder Wodka mit Limo getrunken hatten, ausgeschenkt von älteren Schüler. Die Schulbehörde hatte für diesen Fall Konsequenzen angekündigt, denn auf dem Schulgelände gilt absolutes Alkoholverbot. Diese Vermutungen wurden offenbar verworfen: Die Polizei stellte ihre Ermittlungen ein.

NDR Bericht

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