21. März 2014

Papst setzt Zeichen gegen die Mafia

Rom (dpa) - Papst Franziskus hat ein Zeichen gegen das organisierte Verbrechen in Italien gesetzt und für die Opfer der Mafia gebetet. Franziskus kam unweit des Vatikans mit Mafia-Geschädigten und mit Angehörigen von Menschen zusammen, die von Mafiosi ermordet wurden.

Papst Franziskus
Papst Franziskus hat für die Opfer der Mafia gebetet. Foto: Claudio Peri
dpa

Mit diesem Treffen in der römischen Pfarrei Gregorio VII unterstützt das Oberhaupt der katholischen Kirche den aktiven Kampf gegen die Mafia und zeigt Solidarität mit den Opfern.

Organisiert wurde die Begegnung von dem überaus engagierten italienischen Anti-Mafia-Verband «Libera», der von dem Priester Luigi Ciotti ins Leben gerufen wurde und geleitet wird. Bei diesem Treffen hielten etwa 900 Menschen aus ganz Italien in der Kirche der Pfarrei eine Anti-Mafia-Gebetswache ab, wie Radio Vatikan berichtete. Mehr als 15 000 Italiener haben einen Familienangehörigen durch Morde der Mafia verloren. Mit dabei war auch Maria Falcone, die Schwester des prominenten, 1992 ermordeten Anti-Mafia-Richters Giovanni Falcone.

Es hat Tradition, dass die Päpste Front gegen das organisierte Verbrechen machen. Franziskus hat bereits wiederholt Menschen- und Drogenhandel, Prostitution und Wirtschaftskriminalität angeprangert.

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