Tatwaffe gefunden
06. April 2017

Rund 220 Hinweise nach Vergewaltigung an der Sieg

Bei der Suche nach einem Vergewaltiger setzt die Polizei auch auf die Hilfe der Bevölkerung. Zahlreiche Hinweise sind schon eingegangen - eine heiße Spur war bislang jedoch nicht darunter.

Bonn (dpa) - Bei der Suche nach dem Vergewaltiger aus der Bonner Siegaue hat die Polizei nach Hinweisen aus der Bevölkerung mehrere Personen überprüft. Der mit einem Phantombild gesuchte mutmaßliche Täter war aber nicht darunter.

Die Polizei fahndet nach einem Mann, der am vergangenen Wochenende ein junges Paar beim Zelten überfallen und eine 23-jährige Frau vergewaltigt haben soll.

Am Freitag überprüften die Beamten unter anderem einen Mann in einem Siegburger Baumarkt. Zeugen hatten die Polizei alarmiert, weil die Beschreibung des Gesuchten auf ihn gepasst habe. Eine Kontrolle habe aber ergeben, dass es sich nicht um den Täter handele, sagte ein Polizeisprecher. Bis zum Freitagnachmittag waren bei der Polizei rund 220 Hinweise eingegangen. «Eine heiße Spur haben wir bislang aber nicht», sagte der Sprecher.

Eine Hundertschaft der Polizei hatte am Donnerstag erneut das Naturschutzgebiet nach Spuren abgesucht - und die mutmaßliche Tatwaffe gefunden, mit der der Täter seine Opfer bedroht hatte. Die etwa 50 Zentimeter lange Astsäge werde weiter kriminaltechnisch untersucht, sagte der Polizeisprecher.

Die Säge und vier zuvor gefundene Decken waren den Teilnehmern einer Grillparty in der Nähe des Tatorts gestohlen worden. Die Gegenstände befanden sich in einem Seesack und einem Rucksack. Da beide Taschen nach wie vor verschwunden sind, könnte der Täter sie nach Vermutung der Polizei noch bei sich tragen. Bereits vorher hatten die Ermittler DNA-Material des Vergewaltigers sichergestellt.

PM der Polizei vom 7.4.

Phantombild

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