14. November 2013

TÜV Rheinland erwartet Urteil im Brustimplantate-Skandal

Paris (dpa) - Im Skandal um minderwertige Brustimplantate des französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) wird heute ein Urteil im Verfahren gegen den TÜV Rheinland erwartet. Der Prozess im französischen Toulon verhandelt eine Zivilklage von rund 1600 Frauen und sechs Händlern.

PIP-Brustimplantate
Brustimplantate der Firma PIP. Foto: Guillaume Horcajuelo
dpa

Dem Dienstleister wird Schlamperei bei der Zertifizierung der Implantate vorgeworfen. Die Kläger wollen mehr als 50 Millionen Euro Schadenersatz. Der TÜV Rheinland sieht sich selbst als Opfer. Die Verhandlung war im Frühjahr.

Der Prozess ist Teil einer Reihe von Verfahren um das insolvente Unternehmen PIP. Dessen Gründer Jean-Claude Mas sowie frühere Mitarbeiter sind in Marseille angeklagt. PIP hatte Brustimplantate aus billigem Industriesilikon hergestellt. Weltweit haben Chirurgen vermutlich Hunderttausenden Frauen PIP-Silikonkissen implantiert, in Deutschland sind mehr als 5000 Frauen betroffen.

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