Bergung aus 40 Metern Tiefe
24. März 2017

Unglücksfähre «Sewol» vor Südkorea auf Lastschiff verladen

Seoul (dpa) - Nach der geglückten Hebung der südkoreanischen Unglücksfähre «Sewol» vom Meeresgrund haben Spezialisten das Wrack sicher auf ein Schwerlast-Schiff verladen. Die «Dockwise White Marlin» soll die havarierte Fähre zur Küste bringen, wo sie nach neun vermissten Passagieren durchsucht werden soll.

Bergung der «Sewol»
Das Wrack der Fähre «Sewol» wird an der Küste vor Jindo auf ein Schwergutschiff gehoben. Foto: Lee Jin-Wook
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Schiffskatastrophe
Die «Sewol» kurz vor ihrem Untergang am 16.04.2014. Foto: Yonhap
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Schiffskatastrophe  «Sewol»
Hubschrauber fliegen am 16.04.2014 über der verunglückten Fähre «Sewol»: Bei dem Unglück konnten sich nur 172 Menschen retten. 295 Leichen wurden geborgen, neun Menschen gelten als vermisst. Foto: South Korea Coast Guard
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Die «Sewol» sei am Samstagmorgen (Ortszeit) auf das Lastschiff verladen worden, teilte Südkoreas Meeres- und Fischereiministerium mit. Bei dem Fährunglück waren vor knapp drei Jahren mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. 

Nach einer Probehebung war erst am Mittwochabend beschlossen worden, die Bergung der «Sewol» vor der Südwestküste in vollem Umfang zu starten. Der seitlich liegende Schiffskörper wurde dazu zwischen zwei großen Schwimmplattformen an Drahtseilen aus mehr als 40 Meter Tiefe an die Meeresoberfläche gezogen. Von der Unglücksstelle wurden die Plattformen dann mitsamt der 146 Meter langen Fähre zur «Dockwise White Marlin» geschleppt.

Nach Ablauf des Wassers und Öls soll die Fähre in den nächsten Tagen in den etwa 90 Kilometer entfernten Hafen von Mokpo gebracht werden. Die «Sewol» war am 16. April 2014 gesunken. Nur 172 Menschen hatten sich gerettet, 295 Leichen wurden geborgen. Die meisten Opfer waren Schüler auf einem Ausflug. Wie Ermittler später herausgefunden haben, war das Schiff überladen gewesen. 

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