07. September 2014

Von Bornholm nach Rügen: Paddelteams als Weltrekordler geehrt

Rügen (dpa) – Von Bornholm in Dänemark nonstop nach Rügen: Zwei Paddelteams, die am Samstag die mehr als 100 Kilometer lange Strecke nonstop zurückgelegt haben, schmücken sich jetzt mit einem Weltrekord für Auslegerboote (Outrigger-Boote).

Von Bornholm nach Rügen
Teilnehmer schwimmen beim fliegenden Wechsel vor Bornholm zum Ausleger-Boot bei der 1. Baltic Outrigger Challenge. Foto: Tourismuszentrale Rügen/dpa
dpa

Die 20 Athleten, darunter Weltmeister und Olympiasieger wie Andreas Dittmer, starteten am Samstag um 6.45 Uhr die ungewöhnliche Fahrt in Rönne. Um 15.50 Uhr machten sie an der Seebrücke Sellin auf Rügen fest, wie die Veranstalter erklärten. «Es war hart, ist aber ein tolles Gefühl», sagte Dittmer laut Mitteilung.

Noch nie zuvor sei dokumentiert worden, dass eine Strecke von mehr als 100 Kilometern ohne Stopp mit dem Paddelboot zurückgelegt wurde, sagte Thomas Wanka vom veranstaltenden Outrigger Canoe Club der dpa am Sonntag über den erfolgreichen Rekordversuch. Zwar gibt es anderswo in der Welt auch längere Touren von teils über 100 Kilometern Länge - hier sind aber Etappen üblich.

Die beiden Teams seien wesentlich schneller vorangekommen als geplant: «Sie paddelten in neun Stunden die hundert Kilometer.» Das Wetter sei super gewesen, es habe etwas Ostwind gegeben. Zuvor sei offiziell noch nie eine so lange Nonstop-Strecke in Angriff genommen worden, hatte Kanu-Weltmeister Dittmer vor der Kraftanstrengung auf dem Wasser gesagt. Laut der Tourismuszentrale Rügen wurde der Weltrekord offiziell bestätigt.

Die High-Tech-Auslegerboote waren mit sechs Top-Sportlern besetzt. Alle 20 Minuten wurden auf offener See von Begleitbooten aus zwei oder drei Athleten gewechselt. Auf das Rennen über die 104 Kilometer lange Strecke hätten sich die Teams zwei Jahre vorbereitet. Mit ihrem Rekordtörn wollen es die Sportler ins Guinness-Buch der Rekorde schaffen. Im kommenden Jahr soll es eine Fortsetzung geben - dann mit 20 internationalen Teams, wie die Tourismuszentrale Rügen ankündigte.

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