20. Mai 2016

Zwei Kinder bei illegalem Autorennen schwer verletzt

Hagen (dpa) - Bei einem illegalen Autorennen in Hagen sind fünf Menschen schwer verletzt worden, darunter zwei Kinder. Ein sechsjähriger Junge war am Freitagmorgen noch in Lebensgefahr.

Trümmer
Zwei Fahrzeuge hatten sich in Hagen ein Rennen geliefert, wobei einer der Wagen in den Gegenverkehr raste. Foto: Alex Talash
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Ende eines Autorennens
Unfall in Hagen: Der Fahrer des entgegenkommenden Autos hatte keine Chance, den Frontalzusammenstoß zu verhindern. Foto: Alex Talash
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Gedenken
Grablichter und Blumen erinnern in Köln die Radfahrerin, die bei einem illegalem Autorennen tödlich verletzt wurde. Foto: Henning Kaiser/Köln
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Fahrzeugteile
Völlig zerfetzt: Fahrzeugteile liegen in Berlin nach einem illegalen Autorennen in der Tauentzienstraße. Ein Fahrer starb. Foto: Britta Pedersen/Archiv
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Unfall in Karlsruhe
Bei einem mutmaßlichen Straßenrennen in Karlsruhe wurden sechs Menschen. Foto: Joerg Donecker/Archiv
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Er sei nach dem Frontalzusammenstoß am Donnerstagabend mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht worden, teilte die Polizei mit.

Zwei 33 und 46 Jahre alte Autofahrer hätten sich am Donnerstagabend in der Nähe der Fernuni Hagen in NRW ein Rennen geliefert. Als eine 76 Jahre alten Autofahrerin mit ihrem Kleinwagen am Fahrbahnrand losfuhr, wollte der 46-Jährige den Ermittlungen zufolge ausweichen und geriet dabei in den Gegenverkehr.

Er kollidierte frontal mit dem Wagen einer 37 Jahre alten Mutter, die mit ihrer elfjährigen Tochter und ihrem sechsjährigen Sohn unterwegs war. Alle erlitten schwere Verletzungen. Das Auto der Frau wurde durch die Wucht des Aufpralls gegen einen neben ihr fahrenden Wagen eines 30-Jährigen geschoben. Dieser rammte daraufhin eine Verkehrsinsel, stürzte mit seinem Wagen um und wurde ebenfalls schwer verletzt.

Der zweite am Autorennen beteiligte Fahrer (33) flüchtete unverletzt von der Unfallstelle, stellte sich aber Stunden später im Beisein eines Anwalts der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, dass sich die beiden Fahrer zufällig an einer Ampel begegneten und sich dann spontan ein Rennen lieferten.

Illegale Autorennen hatten in den vergangenen Jahren bundesweit mehrere Menschenleben gekostet. Nach Angaben der Polizei wurden allein in Nordrhein-Westfalen 2015 rund 230 Strafanzeigen wegen illegaler Autorennen erstattet.

Im Prozess um den Tod einer 19-jährigen Radfahrerin waren in Köln Mitte April zwei junge Männer zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Nach Auffassung des Landgerichts hatten die Angeklagten sich spontan über eine Strecke von mehreren Kilometern ein Kräftemessen geliefert. Mehrere Zeugen hatten ausgesagt, die beiden Autos seien mit hohem Tempo und quietschenden Reifen unterwegs gewesen. In Berlin kam im Februar ein unbeteiligter 69-Jähriger bei einem illegalen Autorennen ums Leben.

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