12. April 2014

Aktivisten besetzen mehrere Polizeizentralen in Ostukraine

Donezk (dpa) - In der ostukrainischen Großstadt Donezk haben Demonstranten die Polizeizentrale besetzt und den Polizeichef zum Rücktritt gezwungen. Bei dem Ansturm der etwa 200 russisch sprechenden Aktivisten sei niemand verletzt worden, teilten die lokalen Behörden mit.

Bewaffnet und maskiert
Prorussische Aktivisten in einem besetzten Gebäude der Stadt Lugansk. Foto: Anastasia Vlasova
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Zarjow
Der pro-russische Präsidentschaftskandidat Oleg Zarjow spricht in Lugansk. Foto: Anastasia Vlasova
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Polizeistation
Die erstürmte Polizeistation in Slawjansk. Foto: Roman Pilipey
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Unterstützer
Zusätzlich zu Barrikaden aus Autoreifen versperren viele pro-russiche Demonstranten den Zugang zum Gebäude. Foto: Roman Pilipey
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Milizen
Moskau streitet jede Beteiligung an den Aktionen ab. Foto: Roman Pilipey
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Auf Druck der Menge sei der von der prowestlichen Regierung in Kiew ernannte Generalmajor Konstantin Poschidajew zurückgetreten.

In Slawjansk rund 100 Kilometer nördlich von Donezk errichteten prorussische Separatisten unterdessen Barrikaden vor besetzten Gebäuden. Sie fordern von der Regierung in Kiew ein Referendum über eine Unabhängigkeit der krisengeschüttelten Region.

Im Raum Poltawa stoppte die Polizei zehn Busse mit Demonstranten, die in die ostukrainische Stadt Charkow unterwegs waren. Bei einer Durchsuchung seien Messer, Knüppel und Molotow-Cocktails gefunden worden, hieß es. Etwa 70 Aktivisten seien festgenommen worden.

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