24. März 2014

Berlin will in Afrika mehr bei Ausbildung von Soldaten helfen

Addis Abeba (dpa) - Deutschland will auf dem afrikanischen Kontinent stärker bei der Ausbildung von Sicherheitskräften helfen. Dies kündigte Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum Auftakt einer dreitägigen Afrika-Reise am Montag in Äthiopien an.

Steinmeier in Äthiopien
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (r) spricht nach der Ankunft am Flughafen in Addis Abeba in Äthiopien mit seinem Amtskollegen Tedros Adhanom. Foto: Michael Kappeler
dpa

Auf dem Gelände der Afrikanischen Union (AU) wird derzeit mit deutschem Geld ein «Friedens- und Stabilitätszentrum» gebaut, wo künftig auch Friedenstruppen geschult werden sollen. Die Eröffnung in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ist nach Verzögerungen nun für Anfang 2015 geplant.

Steinmeier sagte, die afrikanischen Staaten seien inzwischen besser als noch vor einigen Jahren in der Lage, zur Lösung von regionalen Konflikten beizutragen. Die Autorität der AU - ein Bündnis aus mittlerweile 54 Staaten - sei gewachsen. Zusammen mit der AU-Kommissionsvorsitzenden Nkosazana Dlamini-Zuma warb er eine engere Zusammenarbeit. In Staaten wie Ghana, Somalia oder Mali beteiligt sich Deutschland bereits an der Ausbildung von Sicherheitskräften.

Der Minister verwies darauf, dass solche Unterstützung auch im eigenen Interesse der Europäer liege. «Wir leben in einer Zeit, in der regionale Konflikte kaum noch regional bleiben. Auch Europa ist berührt von allzu vielen Auseinandersetzungen auf dem afrikanischen Kontinent.» In Berlin arbeitet die große Koalition derzeit an einem neuen Afrika-Konzept. Weitere Stationen von Steinmeiers Reise sind Tansania und Angola.

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