10. November 2013

Frachter mit Waffen und Munition in der Ägäis gestoppt

Athen (dpa) - Tagelang bewegte sich ein mysteriöser Frachter ohne klares Ziel in der Ägäis. Die Küstenwache enterte das Schiff und entdeckte Waffen und Munition. Wo sollte das Schiff hin? Ist der Transport legal?

Kalschnikow-Sturmgewehre
Kalschnikow-Sturmgewehre: Mehr als 20 000 dieser Waffen wurden auf einem Frachter im Mittelmeer entdeckt. Foto: Alaa Badarneh/Archiv
dpa

Eine Spezialeinheit der griechischen Küstenwache stoppte das Schiff in der Nähe der Touristeninsel Rhodos. Der Frachter soll von Montag an mit Unterstützung von Waffenexperten gründlich kontrolliert werden, teilte die Küstenwache mit. Die Behörden vermuten illegalen Waffenhandel. Möglicherweise war die Lieferung für das Bürgerkriegsland Syrien bestimmt.

Nach ersten Informationen der Küstenwache seien an Bord des unter der Fahne Sierra Leones fahrenden Frachters «Nour M» mehr als 20 000 Kalaschnikow-Sturmgewehre in über 50 Containern, berichteten griechische Medien. Der Kurs des Schiffes sei unklar gewesen.

Der Kapität hatte zunächst als Zielhafen Tripolis in Libyen angegeben, anschließend änderte er aber seine Aussagen und gab an, das Schiff sei nach Iskenderun im Südosten der Türkei unterwegs. Von dort aus sind es nur wenige Seemeilen bis Syrien.

«Wir können noch nicht genau sagen, welche Mengen an Munition und Waffen an Bord sind und ob der Transport legal ist. Wir haben aber viele Waffen entdeckt», bestätigte ein Sprecher der Küstenwache der Nachrichtenagentur dpa.

Griechische Küstenwache

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