19. Juni 2014

Giftspritze: Drei Hinrichtungen binnen 24 Stunden

Washington (dpa) - Im US-Bundesstaat Florida ist ein verurteilter Mörder hingerichtet worden. Es war die dritte Hinrichtung in einem Bundesstaat binnen 24 Stunden.

Hinrichtung
Die Todeszelle des berüchtigten Huntsville Gefängnisses in Texas. Foto: Paul Buck/Archiv/Symbolbild
dpa

Der 63-Jährige hatte 1985 seine Frau und deren kleinen Sohn erstochen, wie die «Tampa Bay Times» berichtete. Der Oberste Gerichtshof habe vor der Hinrichtung am Mittwochabend (Ortszeit) einen Einspruch der Anwälte abgelehnt.

In Missouri war in der Nacht zu Mittwoch ein wegen zweifachen Mordes verurteilter Mann getötet worden. In Georgia wurde am Dienstagabend ein verurteilter Mörder mit einer Giftspritze hingerichtet.

Er war der erste Hingerichtete in den USA, seit ein Häftling Ende April in Oklahoma qualvoll starb. Damals rang der 38 Jahre alte Todeskandidat mehr als 40 Minuten mit dem Tod, weil nicht alle Chemikalien die Blutbahn erreichten. Er starb schließlich an einem Herzinfarkt. Der Fall erregte US-weit Aufsehen, in einigen Staaten wurden die Exekutionen daraufhin verschoben.

Hintergrund sind Schwierigkeiten, die eingesetzten Substanzen in den USA zu bekommen. Europäische Hersteller weigern sich, die Chemikalien für Tötungen bereitzustellen. Mehrere US-Staaten greifen daher auf neue Mischungen zurück. Bei der Hinrichtung in Georgia galt erstmals ein Gesetz, das Stillschweigen über die Herkunft der gespritzten Substanzen vorschreibt.

Bericht der Tampa Bay Times

Informationen zu US-Hinrichtungen

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