14. April 2014

Terrorprediger Al-Masri wird in New York der Prozess gemacht

New York (dpa) - Mit der Auswahl der Geschworenen hat am Montag der Prozess gegen den Hassprediger Abu Hamsa al-Masri in New York begonnen. Der 55 Jahre alte Islamist soll an einer Geiselnahme 1998 im Jemen beteiligt gewesen sein, bei der vier Menschen getötet wurden.

Abu Hamsa al Masri
In Großbritannien saß Abu Hamsa al-Masri schon wegen Hass-Aufrufen und Mordanschlägen in Haft. Foto: Adrian Dennis/Archiv
dpa

Die Staatsanwaltschaft wirft dem gebürtigen Ägypter mit britischen Pass zudem vor, er habe die Taliban in Afghanistan unterstützt und mitten in den USA ein Terrorcamp errichten wollen.

Al-Masri ist weltweit einer der bekanntesten Führer der Islamisten. Im Krieg gegen die Sowjets in Afghanistan (1979-89) verlor er ein Auge und eine Hand und trägt seitdem eine Metallkralle an seinem rechten Unterarm. In Großbritannien war er mit Mordanschlägen und Hass-Aufrufen («Allah liebt die, die die Ungläubigen töten») hervorgetreten. 2004 wurde er festgenommen und nach Jahren in Haft im Oktober 2012 an die USA ausgeliefert.

Die Auswahl der Geschworenen kann ein langwieriger Prozess sein. Gesucht werden nicht nur die zwölf Schöffen, die zu einer Jury gehören, sondern auch vier Ersatzgeschworene. Allerdings gibt es zahlreiche Ausschlussgründe, warum sich Kandidaten von der Pflicht befreien lassen können. Zudem können Anklage und Verteidigung Geschworene ablehnen, wenn sie sie für befangen halten. Die Beweisaufnahme soll am Donnerstag beginnen.

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