07. Juni 2014

Todesurteile gegen zehn Muslimbrüder in Ägypten

Kairo (dpa) - In Ägypten sind erneut Anhänger der Muslimbruderschaft zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht sprach am Samstag zehn Islamisten des Mordes schuldig.

Muslimbruder vor Gericht
Auch das Oberhaupt der Muslimbruderschaft, Mohammed Badie (l.), ist zum Tode verurteilt worden; das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Foto: Almasry Alyoum/Archiv
dpa

Sie sollen zudem nördlich von Kairo bei Protesten gegen die Entmachtung des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi im vergangenen Jahr Gewalttaten begangen und eine Straße blockiert haben. Der Mufti von Ägypten muss sich nun zu dem Urteil äußern. Am 5. Juli muss das Gericht seine Entscheidung bestätigen, damit sie rechtskräftig wird.

An dem Tag steht auch die Verurteilung von 38 weiteren Beschuldigten vor demselben Gericht an. Unter ihnen ist das Oberhaupt der Muslimbruderschaft Mohammed Badie. Er ist bereits von einem Gericht in der Provinz Minia zum Tode verurteilt worden. Der Richterspruch ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

Die Bewegung ist inzwischen verboten. Der Mann, der Mursi stürzte, Ex-Militärchef Abdel Fattah al-Sisi, wird am Sonntag als neuer Präsident Ägyptens vereidigt.

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige