30. April 2014

Linke Szene beginnt Mai-Demos in Berlin und Hamburg

Berlin/Hamburg (dpa) - Begleitet von einem Großaufgebot der Polizei sind in Berlin und Hamburg die Feiern und Proteste der linken Szene zum 1. Mai angelaufen. Zunächst blieb es überwiegend friedlich.

Feuerwerk
Vermummte Frauen auf einem Dach im Berliner Wedding. Foto: Hannibal
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Protest in Hamburg
Auch in Hamburg wird auf Protest von oben gesetzt. Foto: Markus Scholz
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Vorsorglich
Mitarbeiter einer Glaserei verbarrikadieren in der Karl-Marx-Straße in Berlin Schaufenster. Foto: Wolfgang Kumm
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Polizeikette
Auf der Reeperbahn haben Polizisten Stellung bezogen. Foto: Maja Hitij
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Walpurgisnacht in Berlin
Linke Gruppen in Berlin haben zur «Antikapitalistischen Walpurgisnacht» aufgerufen. Foto: Hannibal
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In beiden Städten hatte es in der Vergangenheit rund um den «Tag der Arbeit» Krawalle gegeben, zuletzt aber nicht mehr in dem Ausmaß wie früher.

Am Vorabend des Feiertags startete im Berliner Stadtteil Wedding eine sogenannte «Antikapitalistische Walpurgisnacht» mit etwa 2000 Teilnehmern. Die Demonstranten wandten sich gegen soziale Ausgrenzung und steigende Mieten. Rund 2400 Polizisten aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz, am 1. Mai selbst sollten die Einsatzkräfte dann auf 7000 aufgestockt werden.

Einige Vermummte zündeten bengalisches Feuerwerk, zunächst blieb es aber ruhig. Im Stadtteil Kreuzberg waren Banken mit Spanplatten verbarrikadiert, Absperrgitter lagen an den Straßen bereit. Innensenator Frank Henkel (CDU) und Polizeipräsident Klaus Kandt zeigten sich zuversichtlich, dass die Aktionen weitgehend friedlich bleiben. «Wir gehen mit Optimismus in die beiden Tage, und auch mit Respekt», sagte Henkel. Weniger Zündstoff bergen die weiteren Demonstrationen am Donnerstag, da die rechtsextreme NPD einen geplanten Aufzug in Berlin abgesagt hat.

In Hamburg beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 1300 Menschen an einer Demonstration gegen Einwanderungsbeschränkungen. Während des Zuges durch den Stadtteil St. Pauli kam es zu kleineren Zwischenfällen. Demonstranten warfen Böller und Feuerwerkskörper, ein Polizist setzte Pfefferspray ein. Vier Demonstranten wurden nach Angaben eines Sanitäters behandelt.

Informationen zu Veranstaltungen in Kreuzberg

Straßenfest

Aufruf zur Demonstration

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