24. Dezember 2014

dpa-Nachrichtenüberblick Politik

Kontaktgruppe ringt um Friedensschritte für Ostukraine

Minsk (dpa) - Neue Hoffnung auf Frieden in der Ukraine: Nach mehr als dreimonatiger Pause sind die Konfliktparteien zu neuen Friedensgesprächen zusammengetreten. Die Verhandlungen der Ukraine-Kontaktgruppe über eine Waffenruhe, einen Gefangenenaustausch sowie andere Friedensschritte begannen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk hinter verschlossenen Türen. Zuletzt hatte das Gremium im September Schritte für eine Lösung des Konflikts vereinbart, die allerdings bisher nicht umgesetzt sind. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die Ukraine Gasschulden bei Russland bezahlt hat.

US-Polizist erschießt schwarzen Jugendlichen nahe Ferguson

St. Louis (dpa) - In der Nähe der US-Stadt Ferguson hat ein Polizist einen schwarzen Teenager erschossen. Die Mutter des 18-Jährigen identifizierte ihren Sohn. Die Polizei bestätigte die Todesschüsse in der Nacht an einer Tankstelle, betont aber, der junge Mann sei bewaffnet gewesen. Der Beamte habe in Notwehr gehandelt. Unmittelbar nach dem Todesfall in der Stadt Berkeley kam es am Tatort zu Protesten, an denen 200 Menschen teilnahmen. Demonstranten lieferten sich Rangeleien mit der Polizei, auch Müllcontainer brannten.

IS-Miliz nimmt Koalitions-Piloten als Geisel - Dutzende Tote im Irak

Al-Rakka (dpa) - Die Terrormiliz Islamischer Staat hat in Syrien erstmals einen Kampfjet der US-geführten internationalen Koalition abgeschossen. Bei dem Flugzeug handele es sich um einen Jet der jordanischen Armee, bestätigte ein jordanischer Regierungssprecher. Der Pilot habe den Absturz überlebt, befinde sich jedoch in der Gewalt von IS-Kämpfern. Gleichzeitig wurden bei mehreren Anschlägen in und um Bagdad laut Medien mindestens 49 Menschen getötet.

Trotz Terrordrohungen: «The Interview» läuft Weihnachten in US-Kinos

Washington (dpa) - Trotz Terrordrohungen haben sich zahlreiche US-Kinos nun doch für die Vorführung der Nordkorea-Satire «The Interview» entschieden. Der Film soll in unabhängigen Kinos am ersten Weihnachtstag anlaufen. Nordkorea kämpfte auch heute mit erheblichen Internetstörungen. Die US-Regierung wollte keine Stellung nehmen, ob sie hinter den Störungen steckt oder nicht. Auslöser des Wirbels um den Film war ein Hacker-Angriff auf Sony Pictures, für den die USA das kommunistische Nordkorea verantwortlich machen. Das Studio hatte den Kinostart nach der Attacke und Terrordrohungen vorerst abgesagt.

Kriminelle schmuggeln Waffen an Bord von US-Passagierjets

Washington (dpa) - Geladene Waffen und Munition an Bord von US-Passagierjets: Die amerikanischen Behörden haben eine große Sicherheitslücke bei Linienflügen aufgedeckt. Eine Waffenschieberbande nutze Linienflüge von Atlanta nach New York. Der Sender CNN berichtet, ein Angestellter der Gepäckabfertigung habe in Atlanta mit seinem Dienstausweis die Kontrollen am Flughafen umgangen, um einem Komplizen kurz vor Abflug in einer Toilette des Sicherheitsbereichs die Schusswaffen und Munition zu übergeben.

Mehr als 1000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet

Rom (dpa) - Die italienischen Behörden haben nach eigenen Angaben innerhalb von 24 Stunden 1026 Bootsflüchtlinge gerettet. Fünf weitere Menschen hätten nur noch tot geborgen werden können. An den Rettungsaktionen waren mehrere Schiffe der Marine beteiligt. Bei den gefährlichen Fahrten über das Mittelmeer kamen nach Angaben der Vereinten Nationen in diesem Jahr mehr als 3400 Menschen ums Leben.

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