20. Juni 2013

Bayerns Justizministerin bittet NSU-Opfer um Entschuldigung

München (dpa) - Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) hat die Angehörigen der NSU-Mordopfer wegen der jahrelang erfolglosen Ermittlungen um Entschuldigung gebeten. Es tue ihr leid, dass es nicht gelungen sei, die Mordserie schnell aufzuklären und weitere Taten zu verhindern.

Tatort Scharrerstraße
Eine Gedenktafel hängt in Nürnberg an dem ehemaligen Standort des Imbissbetreibers Ismail Yasar, der dort ermordet wurde. Foto: Timm Schamberger
dpa

«Ich bedauere das sehr als Vertreterin der Exekutive - vor allen Dingen aber auch ganz persönlich», sagte sie im NSU-Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags. Eigene Fehler oder Versäumnisse ihres Ministeriums sieht Merk aber nicht.

Über Details aus den Ermittlungen ließ sie sich nicht informieren. Es habe keinen Grund für sie selbst oder ihr Ministerium gegeben, sich in die Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaften einzuschalten, sagte Merk. Allein in Bayern wird der «Nationalsozialistische Untergrund» für fünf Morde an türkisch- und griechischstämmigen Kleinunternehmern verantwortlich gemacht. Die Ermittler kamen den Terroristen aber lange nicht auf die Spur.

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