23. April 2012

Berliner Taxifahrer legen Verkehr lahm

Berlin (dpa) - Mit Sternfahrten und Boykottaktionen haben am Montag rund 2500 Berliner Taxifahrer gegen die unterschiedlichen Fahrpreise von und zum neuen Hauptstadtflughafen protestiert.

Straße des 17. Juni
Hier geht nichts mehr: Taxen stehen auf der Straße des 17. Juni in Berlin, im Hintergrund die Siegessäule am Großen Stern. Foto: Franziska Koark
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Demonstration Berliner Taxifahrer
Ein Taxifahrer zeigt am Flughafen Tegel in Berlin ein Victory-Zeichen, während die Kolonne protestierender Taxifahrer steht. Foto: Florian Schuh
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Protestierender Taxifahrer
Die Taxifahrer demonstrieren gegen hohe Kostenbelastungen im Berliner Taxigewerbe. Foto: Franziska Koark
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Protest
Taxifahrer blockieren mit ihren Taxen die Straße des 17. Juni in Berlin um an einer Protest-Kundgebung teil zu nehmen. Foto: Franziska Koark
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Berliner Taxifahrer
Die Proteste richten sich gegen die ungleichen Preise für Fahrten vom und zum neuen Berliner Flughafen in Schönefeld. Foto: Florian Schuh
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Am Hauptbahnhof und an den Flughäfen Tegel und Schönefeld nahmen sie stundenlang keine Fahrgäste auf. Mit Sternfahrten quer durch die Stadt zu einer zentralen Kundgebung am Brandenburger Tor legten sie teilweise den Verkehr lahm.

Nach einem Kompromiss zwischen Berlin und dem Landkreis Dahme-Spreewald gilt von Berlin nach Schönefeld der Berliner Tarif, vom Flughafen in die Stadt der teurere des Landkreises. Der Taxi-Protest richtet sich auch gegen eine Service-Gebühr von 1,50 Euro, die von Juni an am neuen Hauptstadtflughafen in Schönefeld pro Fahrgast fällig sein soll.

Richard Leipold, der Vorsitzende der Berliner Taxivereinigung, kritisierte, die Kollegen würden einem Monopolisten ausgeliefert und ihre Fahrgäste auf dem Umweg der Servicepauschale an der Flughafenfinanzierung beteiligt. Zudem bringe der unterschiedliche Tarif vom und zum Flughafen die Fahrer in Erklärungsnöte, sagte Leipold. Das sei Gästen aus Rom, Paris und New York nicht zu erklären.

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