17. August 2012

Blutbad im Kino - Täter wieder vor Gericht

Washington (dpa) - Einen Monat nach dem Blutbad in einem Kino mit zwölf Toten in Aurora ist der mutmaßliche Täter James Holmes erneut vor Gericht erschienen.

James Holmes
Amoklauf in Aurora: James Holmes bei seinem ersten Gerichtstermin. Foto: Rj Sangost
dpa

Bei der kurzen Anhörung am Donnerstag in Centennial im US-Staat Colorado ging es um Verfahrensfragen. Außerdem wollten die Anwälte des Angeklagten nach Angaben der Zeitung «Denver Post» verhindern, dass die Universität Unterlagen über den Ex-Studenten Holmes an die Staatsanwaltschaft weiterreicht. Eine Entscheidung darüber soll nächste Woche gefällt werden.

Dem 24-Jährige wird vorgeworfen, bei dem Überfall während einer Premiere des neuen «Batman»-Films am 20. Juli in Aurora zwölf Menschen getötet haben. Fast 60 weitere wurden verletzt.

Holmes verfolgte die Anhörung, die etwa eine halbe Stunde dauerte, ohne sichtbare emotionale Regung, wie der TV-Sender Fox News berichtete. Auch als es um möglichen Hilfen für die Opfer ging, habe er keinerlei Gefühle gezeigt.

Die Staatsanwaltschaft prüft nach eigenen Angaben, ob sie die Todesstrafe fordern soll. Die Anwälte machen geltend, dass Holmes psychisch krank sei. Es war bereits die vierte Anhörung. Das Hauptverfahren dürfte erst im Herbst beginnen.

Bericht der «Denver Post»

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