09. Mai 2013

CDU-Parteivize: CSU-Verwandtenaffäre «nicht hilfreich»

Berlin (dpa) - Die Verwandtenaffäre der CSU stößt in der Schwesterpartei auf Kritik. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl sagte der «Welt»: «Diese Debatte um die CSU ist nicht hilfreich für uns.»

Georg Schmid
Die Verwandten-Affäre um den CSU-Politiker Georg Schmid und andere bayerische Parlamentarier belastet auch die Schwesterpartei CDU. Foto: Andreas Gebert/Archiv
dpa

Strobl sagte auch: «Das Ganze hat ein Geschmäckle.» Es sei daher notwendig gewesen, dass der CSU-Fraktionschef Georg Schmid von allen Ämtern zurückgetreten sei.

Der CDU-Vize lobte zwar das Krisenmanagement von Parteichef Horst Seehofer, riet der CSU aber zugleich zu «Offenheit, Transparenz und konsequentem Handeln». Wo Menschen tätig seien, würden Fehler gemacht, so Strobl. Aber das solle nicht die Fälle im bayerischen Landtag entschuldigen.

Zuvor hatte der Vorsitzende der CSU-Gruppe im Europaparlament, Markus Ferber, Seehofer aufgefordert, die CSU einem «notwendigen Reinigungsprozess» zu unterziehen. Ferber nannte Seehofer in der «Welt» zwar «führungsstark», äußerte sich aber zugleich kritisch über den Parteichef. «Natürlich hinterlässt Seehofer bei dem einen oder anderen den Eindruck, dass er bei einem Thema öfter seine Meinung ändert», sagte Ferber. «Das lässt sich nicht leicht aus den Köpfen vertreiben. Aber auch daran werden wir arbeiten.»

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