22. September 2013

Chancen auf absolute CDU/CSU-Mehrheit schwinden

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) braucht nach jüngsten Hochrechnungen wohl doch einen Regierungspartner. Weder ARD noch ZDF sahen am späten Abend noch eine absolute Mehrheit für CDU und CSU.

Auf dem Höhepunkt der Macht

Auf dem Höhepunkt der Macht: Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Foto: Rainer Jensen

Laut Forschungsgruppe Wahlen (ZDF) ergab sich ein Patt mit jeweils 303 Sitzen zwischen der Union auf der einen und SPD, Grünen und Linken auf der anderen Seite. Im ZDF waren bereits Überhang- und Ausgleichsmandate berücksichtigt.

Bei Infratest Dimap (ARD) gab es eine rechnerische Mehrheit für die drei Oppositionsparteien. Demnach kamen SPD, Grüne und Linke auf 301 der 598 Sitze, die Unionsparteien auf 297. Hier waren Überhang- und Ausgleichsmandate offensichtlich noch nicht in die Berechnungen eingeflossen.

SPD und Grüne haben eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei kategorisch ausgeschlossen. Damit hätte nur eine große Koalition oder Schwarz-Grün eine Mehrheit.

Die Union liegt nach den Angaben deutlich gestärkt zwischen 41,8 und 42,3 Prozent. Die SPD verbesserte sich leicht auf 25,5 bis 25,6 Prozent. Drittstärkste Kraft wurde die Linke mit 8,5 bis 8,7 Prozent. Die Grünen verschlechterten sich auf 8,1 bis 8,4 Prozent.

Die FDP ist den Hochrechnungen zufolge mit 4,5 bis 4,7 Prozent gescheitert. Die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) kam auf 4,8 bis 4,9 Prozent. Die Piraten lagen bei 2,2 Prozent.

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