15. April 2012

Dutzende Tornados wüten in den USA

Washington (dpa) - Wieder haben Tornados Tod und Zerstörung in Teile der USA gebracht. Fünf Menschen starben. Aber es hätte noch schlimmer kommen können.

Totalschaden
Totalschaden im Ort Creston im US-Bundesstaat Iowa. Foto: Steve Pope
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Lebensgefahr
Lebensgefahr: "Do not enter" - Ruine nicht betreten - lautet die Warnung an dieser Hausruine in Creston. Foto: Steve Pope Moines, Iowa. EPA/STEVE POPE +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Nicht viel übrig
Nicht viel übrig: Anwohner versuchen, in Creston zu retten, was zu retten ist. Foto: Steve Pope
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Grundstein
Nur der Grundstein ist nach den Tornados von dem Haus im Vordergrund übrig. Foto: Steve Pope
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Verwüstet
Verwüstet: Eine Siedlung in Wichita, Kansas. Foto: Larry W. Smith
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In Woodward im Bundesstaat Oklahoma kamen nach Medienberichten am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) fünf Menschen ums Leben, als vermutlich gleich mehrere schwere Stürme durch den kleinen Ort wirbelten. Zu den Toten zählten zwei Kinder in einer Wohnmobil-Siedlung, hieß es unter Berufung auf das staatliche Gerichtsmedizinische Institut weiter.

Die Tornados hatten Woodward kurz nach Mitternacht getroffen, als die meisten Menschen schliefen. Eine Sirene, die die Einwohner hätte warnen können, sei ausgefallen, zitierte der Sender CNN den Bürgermeister des Ortes, Roscoe Hill. 37 Menschen seien verletzt worden, mehrere von ihnen schwer. Der westliche Teil des kleinen Ortes wurde völlig zerstört.

Tornados wüteten am Samstag auch in Iowa, Kansas und Nebraska. Zumeist suchten sie den Medien zufolge aber spärlich bewohnte Gebiete bei Tageslicht heim. Die Menschen hätten die Chance gehabt, Schutz zu suchen. So sei etwa Thurman in Iowa mit seinen 300 Bewohnern rechtzeitig evakuiert worden, bevor ein Tornado bis zu 90 Prozent des Ortes dem Erdboden gleichgemacht habe.

Der Gouverneur von Kansas, Sam Brownback, rief in seinem Staat den Notstand aus. Damit können rasch Mittel für die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten freigesetzt werden. Brownback sagte dem Sender CNN am Sonntag, allein in seinem Staat habe es Berichte über 97 Tornados gegeben. Es sei viel zerstört worden, aber anscheinend niemand ums Leben gekommen - auch dank rechtzeitiger und präziser Frühwarnungen des Nationalen Wetterdienstes.

Dem CNN-Bericht zufolge trafen beim Wetterdienst bis Sonntagmorgen insgesamt 120 Tornado-Meldungen ein. Zugleich wurde vor möglichen neuen Stürmen am Sonntag gewarnt, allerdings in geringeren Ausmaßen.

Erst Anfang März waren bei einer Serie von über 100 Tornados in den USA mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen. Die Wirbelstürme hatten in mehreren Bundesstaaten in der Mitte und im Süden der USA eine Schneise der Verwüstung geschlagen.

CNN-Bericht

Bericht der «Woodward News»

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