17. Januar 2013

EU-Sondersitzung zur Mali-Krise

Brüssel (dpa) - Die Außenminister der 27 EU-Staaten beraten heute bei einer Sondersitzung in Brüssel über die Krise in Mali. Sie werden offiziell eine militärische Ausbildungsmission der EU für Mali beschließen.

Französische Soldaten in Mali
Französische Soldaten bereiten sich im Norden von Bamako auf einen Einsatz vor. Foto: Arnaud Roine
dpa

Bis zu 250 Ausbilder, beschützt von etwa 200 anderen EU-Soldaten, sollen die Armee des westafrikanischen Landes ausbilden. Später sollen die malischen Soldaten gemeinsam mit Soldaten aus anderen afrikanischen Staaten selbst in der Lage sein, gegen islamische Extremisten vorzugehen. Ein EU-Kampfeinsatz ist nicht geplant.

Das Treffen findet auf Wunsch Frankreichs statt, das seit knapp einer Woche die Extremisten in Nordmali bekämpft. Die EU-Außenminister werden der Regierung Malis eine Wiederaufnahme der Entwicklungshilfe und andere Unterstützung zusichern, sofern sich die Übergangsregierung wirksam um eine Rückkehr zur parlamentarischen Demokratie bemüht. Auch Malis Außenminister Tièman Coulibaly nimmt an dem Treffen teil.

Hintergrundpapier EU-Ministerrat

Regierung Malis

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