12. April 2012

Emder Schüler und Lehrer trauern um ermordete Lena

Emden/Hannover (dpa) - In Emden erinnern Schüler mit einer Trauerfeier an die ermordete Lena - in Hannover streiten Politiker über die Ermittlungspannen bei der Suche nach dem Mörder der Elfjährigen. Noch sind viele Fragen offen.

An den Händen halten
Mitschüler und Lehrer gedenken in einer bewegenden Trauerfeier der ermordeten Lena. Foto: Karlheinz Krämer/Stadt Emden
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Mitschülerinnen
Die kleine Lena fehlt ihnen. Schüler und Lehrer gedenken der ermordeten Elfjährigen. Foto: Karlheinz Krämer/Stadt Emden
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Trauerarbeit
Lenas Schulkameraden müssen mit dem Schock irgendwie fertig werden. Das Mädchen war am ersten Ferientag getötet worden. Foto: Karlheinz Krämer/Stadt Emden
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Zuhören
Schüler und Lehrer lauschen den Worten des Pastors in der Turnhalle der Emsschule in Emden. Foto: Karlheinz Krämer/Stadt Emden
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Trauer in der Turnhalle
Zusammen mit einem Pastor sangen die Kinder Lieder. Foto: Karlheinz Krämer/Stadt Emden
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Mit einer Trauerfeier gedachten Schüler und Lehrer am ersten Schultag nach den Osterferien der ermordeten Elfjährigen. Lena war am ersten Ferientag vor rund drei Wochen missbraucht und getötet worden. Pastor Manfred Meyer, der Lenas Familie betreut, sagte anschließend: «Die Familie ist zutiefst berührt von der großen Anteilnahme in der Schule und der Stadt.» Lenas Schule bekommt auch Unterstützung von Seelsorgern und Psychologen.

Nach den Ermittlungspannen bei der Suche nach Lenas Mörder leitete die Polizeidirektion Osnabrück (Niedersachsen) am Donnerstag vier weitere Disziplinarverfahren gegen Beamte ein. Untersucht werden sollen die Vorgänge aus dem vergangenen Jahr, nachdem der tatverdächtige 18-Jährige sich selbst bei der Polizei als Pädophiler angezeigt hatte - danach aber nicht mehr passierte. Damit laufen nun gegen acht Beamte Disziplinarverfahren wegen der Ermittlungspannen.

Mit der Arbeit der Polizei im Mordfall Lena befasste sich auch der Innenausschuss des niedersächsischen Landtags. Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Fritz Güntzler, sagte: «Es hat vor Ort schwere, individuelle Versäumnisse und Nachlässigkeiten gegeben, die nun restlos geklärt werden müssen.»

Der SPD-Abgeordnete Klaus-Peter Bachmann kritisierte hingegen, Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sei Antworten schuldig geblieben. Völlig ungeklärt seien noch die Begleitumstände der Festnahme eines zunächst Tatverdächtigen, dessen Unschuld sich erst Tage später herausstellte. Schünemann habe auch keine Auskunft darüber geben können, ob angesichts der Lynch-Drohung gegen den jungen Mann etwa die Personalien der Belagerer der Emder Polizeistation aufgenommen worden waren und ob die Beamten Verstärkung angefordert hätten.

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