24. Mai 2013

Ende Mai: Schnee und Frost sind zurück

Offenbach/Berlin (dpa) - Eine Woche vor Beginn des meteorologischen Sommers fühlt sich das Wetter eher wie Herbst an. Mancherorts fiel sogar Schnee. Auf dem Brocken im Harz, dem höchstem Berg in Norddeutschland, lag am Freitag eine 13 Zentimeter dichte Schneedecke, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte.

Zu früh gefreut
Ein paar Tulpen sind in der Schweiz beschneit. Foto: Arno Balzarini
dpa
> zur Bildergalerie
Schneeglätte im Mai
Blick auf die verschneite Brockenstrasse bei Schierke. Foto: Matthias Strauß
dpa
> zur Bildergalerie
Schnee auf dem Brocken
Der Zollstock beweist es: 13 Zentimeter Schnee. Foto: Matthias Strauß
dpa
> zur Bildergalerie
Eiskristalle
Der Sommer kommt: Eiskristalle auf der Scheibe eines Autos im fränkischen Bamberg. Foto: David Ebener
dpa
> zur Bildergalerie
Schnee im Allgäu
Eiskalte Getränke: Biertische bei Oberjoch (Bayern). Foto: Stefan Puchner
dpa
> zur Bildergalerie

Auch im Allgäu, in den Mittelgebirgen und im Bayerischen Wald habe es geschneit. Auf der Zugspitze fielen in der Nacht zu Freitag zehn Zentimeter Neuschnee, am Tag wurden bis zu minus zwölf Grad erwartet. Im Westen hatte es in der Nacht zu Freitag ebenfalls Frost gegeben.

Vielerorts in Deutschland regnet es derweil weiter. Der Regen macht höchstens mal kurze Pausen. Die Temperaturen pendeln am Tag um zehn Grad und gehen nachts gegen null. «Die Talsohle scheint jetzt aber erreicht zu sein», sagte DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold in Offenbach. Ganz so kalt wie in den vergangenen beiden Nächten werde es nicht mehr.

Dafür zieht von Polen Tief «Christoffer» mit neuen Regenwolken auf. Die Wolken wärmen ein wenig, lassen aber kaum Platz für Sonnenstrahlen. Und es wird auf jeden Fall nass: Fußballfans, die unbedingt auf die Fanmeilen in Berlin, Dortmund oder München wollen, sollten Gummistiefel und Regenschirme mitnehmen. «Von Osten schiebt sich Regen rein», sagte Paetzold voraus. «In Berlin wird es gießen.» Dortmund und München könnten Glück haben. Am Sonntag soll es im ganzen Land ergiebig regnen.

Zwar seien Temperaturen wie die von Donnerstag - tagsüber weniger als zehn Grad im Westen - Ende Mai schon ungewöhnlich, aber Rekorde habe es nicht gegeben, sagte Meteorologin Paetzold. Und Kälteeinbrüche seien um diese Jahreszeit nicht selten. Typisch seien solche Phasen etwa Mitte Mai und Anfang Juni - bekannt als Eisheilige und Schafskälte.

Für die Wetterforscher beginnt der Sommer am 1. Juni, kalendarisch erst am 21. Juni.

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige