24. September 2013

Geiseldrama in Nairobi: Amerikaner und Britin beteiligt

Washington (dpa) - An dem Terrorangriff auf das Westgate- Einkaufszentrum in Nairobi waren nach Angaben der kenianischen Regierung auch mehrere Amerikaner und eine Britin beteiligt.

Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi
Vor dem Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi verwehren Polizei und Militär Reportern den Zugang. Die kenianische Regierung versichert, die Lage sei unter Kontrolle. Foto: Kabir Dhanji
dpa

Unter den Terroristen seien «zwei oder drei» junge Amerikaner im Alter von etwa 18 und 19 Jahren gewesen, sagte Kenias Außenministerin Amina Mohamed in einem Interview des US-Senders PBS. Sie seien somalischen oder arabischen Ursprungs. «Aber sie lebten in den USA, in Minnesota und an einem anderen Ort», ergänzte die Ministerin.

Die Britin sei anscheinend nicht zum ersten Mal an einem Terrorangriff beteiligt gewesen. «Sie hat das, glaube ich, zuvor schon mehrmals getan», sagte Mohamed weiter. Dies beweise die globale Natur des Terrorismus. Es zeige aber auch, dass die Regierungen im Kampf gegen den Terror international besser zusammenarbeiten müssten.

In den USA hieß es, bislang gebe es keine Bestätigung für eine Beteiligung von Amerikanern. An der Klärung werde gearbeitet. «Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir bezüglich der Nationalitäten oder Identitäten der Täter noch keinen endgültigen Beweis», sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums, Jen Psaki, nach einem Bericht der «Washington Post». Das Einkaufszentrum war am Samstag von islamistischen Terroristen gestürmt worden. Mehr als 60 Menschen starben.

Interview PBS

Bericht «Washington Post»

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