20. Mai 2012

Islamisten-Mordaufruf gegen Pro NRW und Journalisten

Berlin (dpa) - Ein Mordaufruf eines islamistischen Terror-Propagandisten gegen Mitglieder der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW und Journalisten beschäftigt die Sicherheitsbehörden.

Plakat von Pro NRW
Ein Mordaufruf eines islamistischen Terror-Propagandisten gegen Mitglieder der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW und Journalisten beschäftigt die Sicherheitsbehörden. Foto: Roland Weihrauch/Archiv
dpa

Das Video sei am Wochenende in einem dschihadistischen Internetforum aufgetaucht und stamme von einem Mann, der für die islamistische Terrorgruppe «Islamische Bewegung Usbekistan» (IBU) werbe, berichteten die Tageszeitung «taz» und «Welt Online» am Sonntag.

«Wir nehmen die Drohung ernst», bestätigte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums. Es seien aber keine konkreten Anschlagspläne bekannt. Die Sicherheitsbehörden gingen davon aus, dass sich der Mann, der in dem mehrminütigen Hassvideo zu sehen sei, im Ausland aufhalte. Welche Schritte die Behörden in solchen Fällen unternehmen, dazu äußert sich das Ministerium grundsätzlich nicht.

Nach Angaben von «Welt Online» hält sich der Mann im pakistanischen Stammesgebiet Waziristan auf. Er soll früher in Bonn gelebt haben und 2007 mit seinem älteren Bruder ausgereist sein. Die Brüder veröffentlichten demnach regelmäßig Video- und Audiobotschaften, in denen sie auch zu Terroranschlägen in Deutschland aufriefen.

Pro NRW hatte sich den Hass von Islamisten zugezogen, weil Aktivisten der Partei in den Wochen vor der Landtagswahl auf zahlreichen Kundgebungen islamfeindliche Karikaturen gezeigt hatten. Radikalislamische Salafisten hatten dagegen protestiert und Polizisten angegriffen.

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