03. Oktober 2012

Ministerium warnt vor Bakterien in Ricotta-Käse

Berlin (dpa) - Nach einer Reihe schwerer Erkrankungsfälle in den USA, die möglicherweise auf den Verzehr von bakterienverseuchtem Ricottakäse zurückgehen, hat das Bundesamt für Verbraucherschutz eine Warnung herausgegeben. Berichten der amerikanischen Gesundheitsbehörde zufolge gab es sogar einzelne Todesfälle.

Lebensmittellabor
Möglicherweise ist mit Listerien belasteter Ricotta-Käse in den Handel gelangt. Foto: Daniel Karmann/Archiv
dpa

In Verdacht stehe das Produkt «Ricotta salata» des italienischen Herstellers Fattorie Chiarappa. Der Käse sei auch in einigen italienischen Delikatessläden in Deutschland vertrieben worden, teilte die Behörde mit.

Der Käse sei möglicherweise mit Listerien belastet. Diese in der Umwelt weit verbreiteten Bakterien könnten fieberhafte Erkrankungen auslösen und seien vor allem für Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährlich. Insbesondere auch Schwangere und deren ungeborenen Kinder seien gefährdet.

Wie das Verbraucherschutz-Amt weiter mitteilte, hat der Hersteller vorsorglich alle Chargen der infrage kommenden Produkte gesperrt und zurückgerufen.

Der Käse sei unter folgenden Bezeichnungen verkauft worden:

- Ricotta Frescolina Marte Tipo Toscanella

- Ricotta Torretta Marte

- Ricotta Frescolina Marte Arrostita

- Ricotta Marzotica Marte Tipo Greca

- Ricotta Marzotica Marte

Die Behörde rät, bereits gekaufte Produkte dieser Marken vorsorglich nicht zu verzehren.

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