23. Oktober 2012

Niebel: «Fundamentales» Eigeninteresse an Stabilität in Mali

Berlin (dpa) - Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hat eine Beteiligung der Bundeswehr an einem möglichen EU-Einsatz in Mali mit deutschen Sicherheitsinteressen begründet.

Krisenherd Mali
Tuareg-Rebellen sitzen am 25.03.2012 auf einem waffenbeladenen Fahrzeug in Kidal, Mali. Foto: Str
dpa

«Mali ist ein Land am Abgrund, und wir wollen nicht, dass es ein verlorener Staat wird», sagte er im ARD-«Morgenmagazin». «Wenn wir es verlieren, dann droht uns ein zweites Afghanistan.» Die radikalen Islamisten, die den Norden des westafrikanischen Landes kontrollieren, hätten am Ende nicht Mali zum Ziel, sondern «unsere Lebensform», betonte Niebel. «Deshalb haben wir ein fundamentales eigenes Interesse daran, hier für Stabilität zu sorgen.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Montag die grundsätzliche Bereitschaft Deutschlands erklärt, sich an einer Ausbildungs- und Unterstützungsmission der Europäischen Union für den Kampf der malischen Regierung gegen die islamistischen Rebellen zu beteiligen. Das Land steht vor der Spaltung. Eine Militärintervention afrikanischer Staaten unter UN-Mandat wird immer wahrscheinlicher.

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