25. April 2012

Razzia in der rechten Szene: Drei Verhaftungen

Köln (dpa) - Mit einer großangelegten Razzia ist die Polizei am Mittwoch gegen eine Gruppe junger Neonazis vor allem im Bergischen Land vorgegangen. Drei Beschuldigte wurden verhaftet, 15 andere verhört.

Razzia in der rechten Szene
Ein sichergestellter Helm mit Hakenkreuz, ein Schlagring, zwei Pistolen, die Nachbildung eines Gewehrs und Patronen sind nach einer Razzia gegen die rechte Szene im Polizeipräsidium Köln zu sehen. Foto: Marius Becker
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Sichergestellter Helm
Sichergestellter Helm: Nordrhein-Westfalens Innenminister Jäger: "Der Ermittlungsdruck auf die Neonazis wurde deutlich erhöht." Foto: Marius Becker
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Präsentation
Die Polizei präsentiert die sichergestellten Waffen und Utensilien aus der rechten Szene. Foto: Marius Becker
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Sichergestellte Waffen
Auch Messer, Säbel und Macheten sowie ein Schlagstock und Reizgas wurden von der Polizei sichergestellt. Foto: Marius Becker
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Ermittler
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat bei einer Razzia gegen die rechte Szene drei Verdächtige festgenommen. Foto: Federico Gambarini
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In Radevormwald, Wuppertal, Düsseldorf und Essen durchsuchte die Polizei insgesamt 20 Wohnungen und Geschäfte. Auch das Fraktionsbüro der Splitterpartei Pro NRW in Radevormwald wurde durchsucht. Pro NRW wird unter Extremismusverdacht vom Verfassungsschutz beobachtet.

Das Vorgehen der Behörden richtete sich gegen den «Freundeskreis Rade». Die Staatsanwaltschaft wirft den darin zusammengeschlossenen jungen Männern die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor.

Ein Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft sagte, man prüfe jetzt, wie stark die Gruppe aus Radevormwald in der rechtsextremen Szene vernetzt sei. Fest stehe bereits, dass sie sich auch an Veranstaltungen außerhalb der eigenen Region beteiligt habe. Auch müsse noch genau ermittelt werden, welche Straftaten sie begangen und inwieweit sie dabei auch Gewalt angewendet habe. Von den drei Verhafteten ist der eine 20 Jahre alt, die beiden anderen sind 18. Die drei sollen führende Köpfe der Gruppe sein.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) sagte in Düsseldorf, der erfolgreiche Schlag zeige, dass die Regierung konsequent gegen den braunen Sumpf vorgehe. «Der Ermittlungsdruck auf die Neonazis wurde deutlich erhöht, kriminelle Aktivitäten rechtsextremistischer Straftäter werden entschlossen geahndet.»

Mitteilung Polizei

Mitteilung Innenministerium

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