15. Januar 2013

SPD-Spitzenkandidat zu Leuschner-Wechsel: Rache ist unsympathisch

Hannover (dpa) - Der niedersächsische SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil hat der langjährigen SDP-Landtagsabgeordneten Sigrid Leuschner wegen ihres Wechsels zur Linkspartei mangelndes Demokratieverständnis vorgeworfen. «Rache war noch nie sympathisch», sagte Weil in Hannover.

Leuschner
Die SPD-Abgeordnete Sigrid Leuschner: Die langjährige niedersächsische Landtagsabgeordnete wechselt wenige Tage vor der Landtagswahl zur Partei Die Linke. Foto: Emily Wabitsch
dpa

Leuschner hatte überraschend wenige Tage vor der Landtagswahl ihren Wechsel zu den Linken angekündigt. Sie hatte ihren Wahlkreis im vergangenen März in einer Kampfabstimmung an Doris Schröder-Köpf verloren, die Ehefrau von Altkanzler Gerhard Schröder. Leuschner begründete ihre Abkehr von der SPD mit dieser Entscheidung.

Die Kandidatenkür sei nach allen Regeln der innerparteilichen Demokratie verlaufen, sagte Weil. «Wer das nicht akzeptiert, der hat ganz am Ende ein Problem mit der Demokratie.»

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