24. April 2012

Trittin fordert Klarheit zum Umgang mit Gorleben

Berlin (dpa) - Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin sieht noch erhebliche Streitpunkte, die für einen Neustart bei der Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll auszuräumen sind.

Atommüll-Zwischenlager Gorleben
Der Standort Gorleben steht seit 35 Jahren im Fokus als Endlager für Atommüll. Foto: Jochen Lübke
dpa

«Der bisher vorgelegte Entwurf des Bundesumweltministeriums klärt nicht den Umgang mit Gorleben, wir sind der Auffassung, es muss hier einen kompletten Bau- und Erkundungsstopp gehen», sagte Trittin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er und SPD-Chef Sigmar Gabriel nehmen heute erstmals an den Bund-Länder-Gesprächen für ein sogenanntes Standortauswahlgesetz teil.

Laut Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) stehen 90 Prozent des Gesetzes. Offen ist aber, ob Röttgen tatsächlich ein Konsens auch mit SPD und Grünen gelingt.

Trittin betonte, es bedürfe bereits im Gesetz klarer Vergleichskriterien, damit die Suche nicht einseitig auf den Salzstock in Niedersachsen zugeschnitten werde. Dieser ist seit 35 Jahren die einzige Option. Bund und Länder hatten sich im Zuge der Verständigung auf einen Atomausstieg im vergangenen Jahr darauf geeinigt, auch das Thema Endlagersuche gemeinsam neu anzugehen.

Früherer Plan für neue Endlagersuche

Endlagerregionen

Gorleben-Dialog des Umweltministeriums

Informationen zu Gorleben

Informationen zur Endlagerung

BfS zu Endlagerkompetenzen

Statements bei letzten Bund/Länder-Gesprächen im März

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