10. Dezember 2012

Wetterlage in Deutschland entspannt sich kurzzeitig

Berlin/Offenbach (dpa) - Nach einem klirrend kalten Wochenende hat sich die Wetterlage im verschneiten Deutschland kurzzeitig wieder entspannt.

Schneeräumfahrzeug
Der Winter ist da - mit all seinen Hindernissen. Foto: Thomas Warnack
dpa

Die Temperaturen lagen in der Nacht zum Montag teilweise wieder über null Grad, schwere Unfälle aufgrund von Glätte oder Schnee wurden bis zum frühen Montagmorgen nicht gemeldet. Das etwas mildere Wetter hält jedoch nicht lange an. Schon in der Nacht zum Dienstag soll es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wieder fast überall schneien. Bis Mitte der Woche sei zudem mit zweistelligen Minustemperaturen zu rechnen.

Am Wochenende hatten dichtes Schneetreiben und klirrende Kälte vielen Menschen in Deutschland zu Schaffen gemacht. In Großkühnau bei Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) wurde am Samstag eine Frau in einem ark gefunden. Sie sei offenbar erfroren, teilte die Polizei mit. Auch in einem Berliner Hinterhof wurde ein toter Mann gefunden. Die Todesursache war zunächst unklar. In Mecklenburg-Vorpommern und in Hamburg retteten Helfer zwei Menschen aus der Kälte.

Schwierigkeiten bereitete das Wetter auch den Reisenden in Deutschland: Am Frankfurter Flughafen wurden allein am Sonntag mehr als 350 Flüge gestrichen, wie der Betreiber Fraport mitteilte. Am Abend und in der Nacht zum Montag beruhigte sich die Lage wieder etwas. «In den letzten Stunden hatten wir nur geringe Beeinträchtigungen», sagte ein Sprecher des Flughafens.

Die Deutsche Bahn drosselte am Sonntag die Geschwindigkeit ihrer Züge für den Fernverkehr auf 200 Stundenkilometer. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, um Betriebsschäden zu verhindern, sagte eine Bahnsprecherin. Auf den deutschen Straßen bleibt es auch in den kommenden Tagen glatt. Autofahrer müssten sich auf Glatteis und Schneeverwehungen einstellen, sagte eine Mitarbeiterin des Deutschen Wetterdienstes.

Was Autofahrer ärgert, freut Wintersportler: Viele hatten am Wochenende das Winterwetter genutzt und stürmten die Pisten vieler Gebirge. Ein Skifahrer aus München starb jedoch am Sonntag in dem österreichischen Wintersportgebiet Saalbach. Bei einem Sturz prallte der 43-Jährige laut Polizei mit Oberkörper und Kopf auf die Piste.

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