18. Juni 2012

Devisen: Erleichterung nach Athen-Wahl hält nur kurz - Euro wieder unter Druck

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Wahlerfolg der Sparbefürworter in Griechenland hat den Euro am Montag nur vorübergehend gestützt. Die Europäische Gemeinschaftswährung fiel zuletzt bis auf 1,2640 US-Dollar zurück. Im asiatischen Handel war der Euro mit 1,2747 auf den höchsten Stand seit fast einem Monat gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag noch auf 1,2596 (Donnerstag: 1,2551) Dollar festgesetzt.

Die proeuropäischen Kräfte aus Nea Demokratia und Pasok haben sich bei den Parlamentswahlen in Griechenland durchgesetzt. Nach dem vorläufigen Endergebnis kommen beide Parteien auf zusammen 162 von 300 Abgeordneten. Die Erleichterung an den Finanzmärkten hielt aber nur kurzzeitig an. Vor allem der spanische Anleihemarkt geriet wieder stark unter Druck. Die Rendite der zehnjährigen spanischen Anleihe stieg auf einen neuen Rekordstand von 7,115 Prozent.

Die Probleme im spanischen Bankensektor seien durch die Wahl in Griechenland nicht gelöst, sagten Händler. Zudem sei noch unklar, wie stabil die neue Regierung in Griechenland wird. Selbst wenn sich die beiden Parteien rasch auf eine Regierung einigen würden, dürfte der Druck von der Straße und der linksradikalen Opposition hoch bleiben. Zudem hat sich die wirtschaftliche Lage in Griechenland durch den Stillstand durch den Wahlkampf nochmals verschlechtert.

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