29. Mai 2012

Devisen: Euro-Erholung wieder nur von kurzer Dauer - China belastet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat sich am Dienstag abermals nur kurzzeitig erholen können. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2530 US-Dollar, nachdem sie zeitweise auf bis zu 1,2574 Dollar gestiegen war. Während feste asiatische Aktienmärkte zunächst für Unterstützung sorgten, kam im weiteren Verlauf Belastung aus China. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,2566 (Freitag: 1,2546) Dollar festgesetzt.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua plant die Regierung Chinas trotz Konjunkturflaute kein umfangreiches Investitionsprogramm. Obwohl die Nachricht nicht sonderlich überraschend kann, da die konjunkturelle Dämpfung zum Teil von der Regierung gewollt ist, versetzte sie der Risikoneigung der Anleger einen Schlag. Während der Dollar als weltweite Reservewährung profitierte, geriet der Euro unter Druck.

Die weltweit zweitgrößte Wirtschaftsmacht China leidet aktuell unter einer ungewohnten Konjunkturdelle. Allerdings hat sie die Regierung durch verschiedene Maßnahmen mit herbeigeführt. Erklärtes Ziel Chinas ist es, die heimische Wirtschaftsstruktur ein Stück weit weg vom Export, hin in Richtung Binnennachfrage zu verändern.

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