27. April 2012

Devisen: Euro auch im New Yorker Handel fest - Trotz Spanien-Abstufung

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Freitag nach den Daten zum US-Wirtschaftswachstum zugelegt und weiter fest über 1,32 Dollar notiert. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,3257 US-Dollar gehandelt. Damit machte der Euro die Verluste aus der Bonitätsabstufung Spaniens durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) mehr als wett. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3229 (Donnerstag: 1,3215) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7559 (0,7567) Euro.

Nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens um zwei Stufen durch S&P hatte der Euro um fast einen Cent nachgegeben. Händler taten sich schwer, die deutliche Erholung des Euro zu erklären. Sie verwiesen zum einen auf die gute Stimmung an den Aktienmärkten, wo robuste Unternehmenszahlen für Auftrieb sorgten. Zudem nannten sie leicht enttäuschende Wachstumszahlen aus den USA als Unterstützung für den Euro. So war die weltgrößte Volkswirtschaft in den ersten drei Monaten 2012 schwächer als erwartet gewachsen. Zudem hatte der konjunkturelle Schwung im Vergleich zum Jahresende abgenommen. Bankvolkswirte werteten die Daten angesichts der ausgeglichenen Wachstumsstruktur aber positiv.

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