23. Mai 2012

Devisen: Euro auf 22-Monatstief

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> ist am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit Juli 2010 gefallen. Im US-Handel notierte der Euro zuletzt bei 1,2567 Dollar, nachdem er bereits im europäischen Nachmittagshandel unter 1,26 US-Dollar gerutscht war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,2659 (Dienstag: 1,2768) Dollar festgesetzt.

Ein Belastungsfaktor für die europäische Gemeinschaftswährung ist laut Experten die für den 17. Juni angesetzte Neuwahl in Griechenland. Zudem waren Aussagen des bisherigen griechischen Premierministers Lucas Papademos vom Dienstag ein wichtiger Auslöser für die jüngsten Kursverluste. Demnach werden in Athen mittlerweile Vorkehrungen für einen Austritt aus der Eurozone getroffen. Es ist aber keineswegs nur Griechenland, das auf dem Euro lastet. So steht auch die kritische Lage in Spanien im Fokus der Märkte. Neben der Haushaltslage sorgt vor allem der Bankensektor für Verunsicherung.

Am Abend steht der laufende EU-Sondergipfel zur Schuldenkrise im Fokus. Zudem ist laut Händlern die Hoffnung auf wirkungsvolle Maßnahmen im Zuge des laufenden EU-Sondergipfels gering. Es wird befürchtet, dass die beiden Euro-Schwergewichte Deutschland und Frankreich beim Krisenmanagement nicht auf einen Nenner kommen.

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