04. Juni 2012

Devisen: Euro bleibt in der Nähe von 1,25 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> hat sich am Montag im US-Handel in der Nähe von 1,25 Dollar gehalten. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,2492 US-Dollar. Im asiatischen Handel hatte der Euro zeitweise nur 1,2386 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs anschließend auf 1,2437 (Freitag: 1,2322) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8041 (0,8116) Euro.

"Die starke Erholung ist in erster Linie eine Gegenbewegung zu den zuletzt deutlichen Kursverlusten", sagte Ralf Umlauf, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Zudem sei nach den zuletzt eher enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten die Erwartung gestiegen, dass die US-Notenbank erneut ein großes Aufkaufprogramm für Anleihen auflegen könnte, um die schwächelnde Konjunktur zu stützen. Dies würde den Dollar zum Euro tendenziell schwächen, sagte Umlauf. Am vergangenen Freitag hatte der US-Arbeitsmarktbericht enttäuscht. Am Montag waren zudem die Auftragseingänge der Industrie überraschend gesunken.

"Eine Rolle könnten auch die Gerüchte um eine längerfristig angelegte Lösung der Schuldenkrise gespielt haben", sagte Umlauf. In der EU wird derzeit die Umsetzung einer Bankenunion diskutiert. Diese würde eine gemeinsame Bankenregulierung und einen Einlagensicherungsfonds beinhalten. Zudem soll laut Presseberichten die EU-Führung an einem umfassenden Plan zur Sicherung der Eurozone arbeiten. EU-Vertreter bestritten dies zwar, trotzdem entspannte sich die Lage am italienischen und spanischen Anleihemarkt merklich.

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