04. März 2013

Devisen: Euro bleibt unter 1,30 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Montag verloren. Politische und konjunkturelle Risiken sowie Spekulationen auf Zinssenkungen der EZB belasteten die Gemeinschaftswährung, sagten Händler.

Gegen Mittag kostete der Euro 1,2997 Dollar. Zuvor hatte er ein Tagestief bei 1,2982 Dollar markiert. Im frühen asiatischen Handel hatte der Euro noch bis zu 1,3031 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,3000 (Donnerstag: 1,3129) Dollar festgesetzt.

"Die europäischen Märkte sind noch dabei, den Italien-Schock zu verarbeiten, im Umfeld der weiterhin deutlich rückläufigen Preisdaten sind zudem erneut Spekulationen über weitere Zinsschritte der EZB aufgekommen", erklärt Experte Jan Bottermann von der National-Bank.

Der Sentix-Index, der das Vertrauen von Investoren im Euroraum messen soll, ist im März nach sechs Anstiegen in Folge erstmals wieder zurückgefallen. Mit minus 19,6 Zählern hat das Barometer den tiefsten Stand seit Dezember erreicht. Sowohl die Lageeinschätzung als auch die Erwartungshaltung trübten sich ein.

Am Nachmittag richten sich die Blicke der Anleger auf das Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Die Hängepartie um Rettungsgelder für Zypern und direkte Bankenhilfen aus den europäischen Krisenfonds werden sich dort wohl fortsetzen, was die Unsicherheit an den Märkten hochhalten könnte.

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