10. Mai 2012

Devisen: Euro bleibt unter 1,30 US-Dollar - Griechenland und Spanien belasten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Donnerstagmittag weiter unter der Marke von 1,30 US-Dollar notiert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,2940 Dollar und damit in etwa so viel wie am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,2950 (Dienstag: 1,3025) Dollar festgesetzt.

Nach wie vor lastet das politische Drama in Griechenland stark auf dem Euro. Nach zwei gescheiterten Versuchen der Regierungsbildung liegt der Spielball nun beim Chef der sozialistischen Pasok, dem ehemaligen Finanzminister Evangelos Venizelos. Seine Chancen, doch noch eine Regierung zu formen, gelten angesichts des zersplitterten Parlaments und schier unvereinbarer Positionen aber als schlecht. Eine abermalige Staatspleite Athens oder gar ein Austritt aus dem Euroraum wird damit immer wahrscheinlicher.

Sorgen bereitet auch die viertgrößte Euro-Wirtschaft Spanien. Dort soll die Großbank Bankia teilverstaatlicht werden. Das Institut leidet wie ein Großteil des spanischen Finanzsektors unter der 2008 geplatzten Immobilienblase. Vor allem die heimischen Sparkassen sind betroffen. Die beiden größten Banken Spaniens - Banco Santander und BBVA - verfügen hingegen über ein recht robustes Auslandsgeschäft.

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige