18. April 2012

Devisen: Euro bricht Erholung ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Mittwoch seine kurze Erholung abgebrochen. Händler verwiesen auf anhaltende Sorgen um die viertgrößte Euro-Wirtschaft Spanien, obwohl sich die Lage am dortigen Rentenmarkt weiter entspannte. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3080 US-Dollar, nachdem sie im asiatischen Handel noch deutlich über die Marke von 1,31 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,3132 (Montag: 1,3024) Dollar festgesetzt.

Für Verunsicherung sorgte unter anderem, dass der Anteil der notleidenden Bankkredite in Spanien auf den höchsten Stand seit 1994 gestiegen ist. Der Anteil am gesamten Kreditvolumen lag im Februar bei 8,16 Prozent , wie aus Zahlen der spanischen Notenbank vom Mittwoch hervorgeht. Das ist der höchste Wert seit 1994. Zum Vergleich: Vor der Finanzkrise im Jahr 2007 hatte die Quote noch viel niedriger bei unter einem Prozent gelegen. Im Jahresvergleich legten die notleidenden Kredite im Februar drastisch um 110 Prozent zu.

An den Anleihemärkten Spaniens und Italiens entspannte sich die Lage unterdessen den zweiten Tag in Folge. Zu Wochenbeginn waren vor allem spanische Staatstitel unter massiven Druck geraten. Dies hatte die Schuldenkrise wieder hochkochen lassen und den Euro belastet.

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