07. Mai 2012

Devisen: Euro im New Yorker Handel im Minus - Wahlen in Europa belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wahlen in Griechenland und Frankreich haben den Euro am Montag belastet. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde im New Yorker Handel zuletzt mit 1,3058 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel war der Euro zeitweise unter die Marke von 1,30 Dollar gefallen, um sich im Tagesverlauf wieder etwas zu erholen. Am Freitag hatte der Euro noch über der Marke von 1,31 US-Dollar gelegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,3033 (Freitag: 1,3132) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7673 (0,7615) Euro.

"Vor allem die nach den Wahlen schwierige politische Konstellation in Griechenland hat den Euro belastet", sagte Ralf Umlauf, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). In Griechenland können Konservative und Sozialisten weder alleine noch zusammen weiter regieren. Bisher hat sich aber noch keine weitere Partei bereit erklärt, eine mögliche neue Regierung zu bilden. Es gibt derzeit im neuen griechischen Parlament keine Mehrheit mehr für den mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und EU vereinbarten Spar- und Reformkurs. Das Wahlergebnis in Frankreich hat laut Umlauf hingegen keine so große Rolle gespielt. "Der Wahlsieg des Sozialisten Francois Hollande war bereits zuvor erwartet worden."

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