30. Mai 2012

Devisen: Euro im US-Handel weiter unter 1,24 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Mittwoch im New Yorker Handel weiter von der Marke von 1,24 US-Dollar entfernt. Zuletzt wurde die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,2381 US-Dollar gehandelt, nachdem sie zuvor ihr Tagestief bei 1,23783 Dollar markiert hatte. Damit steht der Euro auf dem tiefsten Stand seit etwa zwei Jahren. "Das Vertrauen in den Euro sinkt", sagte ein Marktbeobachter. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2438 (Dienstag: 1,2523) Dollar festgesetzt.

Eine Serie neuer Schreckensmeldungen hatte den Kurs des Euro am Mittwoch belastet. Händler verwiesen auf die anhaltenden Sorgen um Spanien und dessen Bemühungen, seinen kriselnden Bankensektor zu retten. Dies nähre Befürchtungen, dass die Krise nun auf die größeren EU-Volkswirtschaften zusteuere. Zudem hatte die EU-Kommission wegen einer möglichen Pleite Griechenlands Alarm geschlagen und erklärt, die Reformen müssten besser umgesetzt werden, sollten die bereits fest zugesicherten Milliardenhilfen internationaler Geldgeber weiter fließen.

Derweil schließen einige Diplomaten in Brüssel nicht mehr aus, dass auch Spanien unter den Rettungsschirm schlüpfen könnte. Schwache Daten aus der Eurozone hatten zudem für Verunsicherung gesorgt. So war das Geschäftsklima auf den tiefsten Stand seit gut zweieinhalb Jahren gerutscht.

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