25. Juni 2012

Devisen: Euro kämpft vor EU-Gipfel mit 1,25-Dollar-Marke

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Montag wenige Tage vor dem mit Spannung erwarteten EU-Gipfel etwas an Wert verloren. Die europäische Valuta wurde zuletzt bei 1,2500 Dollar gehandelt. Im europäischen Nachmittagshandel war der Euro auf 1,2475 Dollar und damit erstmals seit Mitte Juni wieder unter die Marke von 1,25 Dollar gesunken. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2488 (Freitag: 1,2539) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8008 (0,7975) Euro.

Experten begründeten die leichte Abschwächung der Gemeinschaftswährung mit den enttäuschenden Ergebnissen des Vierer-Gipfels von Spitzenpolitikern aus Italien, Deutschland, Frankreich und Spanien vom vergangenen Freitag. "Die Lösungsvorschläge des Vierer-Gipfels können kein großer Befreiungsschlag werden", kommentierte Devisenexperte Rainer Sartoris von der Privatbank HSBC Trinkaus die Ergebnisse des Treffens vom Freitag. Zudem seien die Anleger auch nach dem offiziellen Antrag der spanischen Regierung auf milliardenschwere Hilfe für den angeschlagenen Bankensektor nicht überzeugt.

"Am Devisenmarkt warten alle auf den EU-Gipfel am kommenden Donnerstag und Freitag", sagte Sartoris weiter. Ein überzeugendes Signal in Richtung von Strukturreformen könnte wieder für mehr Kauflaune beim Euro sorgen. Der Experte von HSBC zeigte sich mit Blick auf den Termin immerhin optimistisch: Das Treffen der Staats- und Regierungschefs habe zumindest "das Potenzial für eine Wende beim Kurs des Euro zu sorgen".

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