13. April 2012

Devisen: Euro nach schwachen China-Daten leicht im Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben den Euro <EURUS.FX1> am Freitag leicht unter Druck gebracht. Die schwächer als erwarteten Zahlen zum Wachstum im ersten Quartal hätten die Risikofreude an den Märkten gedämpft und so auch die Gemeinschaftswährung belastet, sagten Händler. Am Morgen kostete der Euro 1,3173 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Im Wochenverlauf hat er dennoch deutlich zulegen können - am Montag war ein Tief von 1,3030 Dollar erreicht worden.

Die Daten zum chinesischen Wachstum im ersten Quartal sorgten am Morgen für Ernüchterung an den Finanzmärkten. In den ersten drei Monaten verzeichnete die Wirtschaftsleistung mit 8,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den geringsten Anstieg seit fast drei Jahren. Am Vorabend hatten noch Spekulationen die Stimmung gehoben, wonach die Werte höher als prognostiziert ausfallen könnten. Die obersten Wirtschaftslenker in Peking hatten vor zwei Wochen noch mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von 8,4 Prozent gerechnet. China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft weltweit.

Marktbewegende Fundamentaldaten werden im weiteren Handel kaum erwartet. Lediglich Preiszahlen und Umfragewerte zum Konsumentenvertrauen aus den USA könnten in den Fokus geraten. Experten sehen den Euro trotz der Erholung im bisherigen Wochenverlauf weiter belastet: Der technische Ausblick habe sich nicht nennenswert geändert, heißt es in einem Ausblick der Landesbank Hessen-Thüringen.

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