24. Mai 2012

Devisen: Euro nach schwachen Konjunkturdaten unter Druck

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> ist am Donnerstag nach schwachen Konjunkturdaten insbesondere aus Deutschland abermals unter Druck geraten. Im Tief sank die Gemeinschaftswährung auf 1,2514 US-Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit Juli 2010. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochmittag noch auf 1,2659 (Dienstag: 1,2768) Dollar festgesetzt.

Nachdem der Euro bereits seit Tagen unter der drohenden Eskalation der Griechenlandkrise leidet, kamen zuletzt schwache Stimmungsindikatoren hinzu. So setzten die vielbeachteten Einkaufsmanagerindizes in der deutschen Industrie ihren Sinkflug der vergangenen Monate fort. Auch das Ifo-Geschäftsklima, das sich in der letzten Zeit überraschend robust gezeigt hatte, gab kräftig nach. Experten werteten die Umfrageergebnisse als Indiz, dass nun auch die größte Euro-Volkswirtschaft Deutschland zusehends in den Abwärtsstrudel der Schuldenkrise gerät.

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